Mein Vater erzählte mir an einem vergnüglichen Abend:
"Bevor du mit einer Frau Kinder hast solltest du ihr
einen Hund kaufen, dann weist du wenigstens wie
sie mit ihnen umgehen wird."
Als solches war es ein Scherz doch ich hab ich ihn deshalb nie vergessen,
weil er unsere
Beziehung zu den Hunden vollkommen beinhaltet.
Der Hund ist wesentlicher Teil der
Familie und so trösten sie uns genauso über Sorgen hinweg als sie uns manchmal zur
Weißglut treiben.
Da sie uns aber so nahe sind, standen wir vor dem selben Problem
wie
jeder Andere:
Welcher Hund passt zu uns?
Die Anforderungen waren klar;
er muss in die Familie passen und gleichzeitig ein waschechter
Wach- und
Schutzhund sein.
Das hat uns zu den Riesenschnauzern geführt und
sie haben ihren guten Ruf bei uns immer verteidigen können.
An dieser Stelle eine kleine Geschichte, die sich ereignet hat als ich etwa acht Jahre alt
war.
Damals hatten wir unteranderem die Rießenschnauzerhündin Hella.
Der Hof war
bis auf meine
drei Jahre ältere Schwester und mich verlassen.
Aus Langeweile spielten wir mit der Hündin. Ich weis noch, dass wir Hella die ganze
Zeit tyranisierten, ihr am Fell und an den Füssen herum zerrten. In ihrer Gutmütig-
keit lies sie all das über sich ergehen und ergab sich in ihr Schicksal.
Dann kam ein
ungeladener Landwirt durch die Hofeinfahrt, ignorierte die bellenden Riesenschnauzer
welche ihn gestellt hatten und marschierte geradewegs auf den Hof.
Als er etwa zehn Meter vor meiner Schwester und mir war und weiter auf uns zukam stellte sich auch Hella
zwischen den Bauern und uns Kinder.
Der Landwirt ignorierte auch sie und so zwickte sie ihn so kräftig in die Wade, dass er eine kleine Fleischwunde davon trug.
Wir riefen Hella sofort zurück und in treuester Pflichterfüllung folgte sie aufs Wort.
Sie setzte sich in einigen Metern Entfernung von dem Mann ab und behielt den
Eindringling weiterhin im Auge.
Es ist genau das was wir an den Rießenschnauzern so außerordentlich schätzen.
Sie sind unendlich umgänglich mit Kindern und Leuten die sie kennen und haben
außerdem eine sehr hohe Hemschwelle. Im Gegenzug, bewachen und schützen sie
Haus und Hof aber absolut zuverlässlich.
Hella wurde jedoch älter und so entschlossen wir uns mit ihr zu züchten um diese,
für uns idealen Hunde, weiter zu erhalten. Als sie starb und auch Ihre Tochter durch
einen unglücklichen Unfall von uns schied legten wir unfreiwillig eine zehnjährige
Zuchtpause ein. In dieser Zeit hatten wir viele Hündinen doch keine von ihnen war es
uns Wert mit ihr zu züchten.
Während dessen schlichen sich klamm heimlich die Parson Russells bei uns ein.
Ich muss ehrlich gestehen, ihr Eintreffen war wie eine Explosion und wir waren erst
einmal dahin gefegt.
So viel Temperament, Witz, Intellegentz und Schlitzohrigkeit an einem Hund war uns
bis dato noch nicht untergekommen.
Jetzt schwirren zwei Russells wie Schmeterlinge durch unser Leben und wir sind am
selben Punkt angelangt den wir auch bei den Riesenschnauzern erreichten hatten:
Diese Hunde wollen wir für uns erhalten!
Im Jahr 2002 hatten wir dann übrigens doch Glück mit unseren Riesenschnauzern. Wir haben Lucca gefunden. Sie war schon dreieinhalb Jahre alt als wir sie bekommen haben doch diese Hündin ist wonach wir fast zehn Jahre gesucht haben und der erste Wurf hat uns auch bewiesen, dass wir richtig liegen. |